Posted by nicholas on 22. Januar 2012 in
aktuelle Politik
12 Prozent Vorsprung waren es am Ende, die der republikanische Präsidentschaftskandidat Newt Ginrich letztlich bei der Vorwahl in South Carolina gegenüber dem Favoriten Mitt Romney hatte.
Damit dürfte es eventuell noch einmal spannend werden im republikanischen Lager. Jedoch bleibt fragwürdig, mit welchen genauen Zielen ein Newt Ginrich Präsident werden möchte. Dass er sich notfalls über Gesetze des obersten Gerichtshofes hinaus setzen möchte, hat er ja bereits angekündigt und damit nicht unberechtigt den Verdacht aufschäumen lassen, er könne eine Gefahr für das präsidial-demokratische System darstellen.
Dennoch scheint er, im Gegensatz zu Romney eine Gesellschaft prägen zu wollen, die sich auch solidarisch gegenüber Migranten zeigt, da er beispielsweise mexikanischen Gastarbeitern im Rahmen eines sog. Gastarbeiterprogramms die Möglichkeit zur Einbürgerung eröffnen möchte.
Auf jeden Fall sollte man ihn nun, nach diesen überraschenden Ereignissen in der Vorwahl, ebenfalls international im Auge behalten.
Soweit dazu,
euer Nicholas Eiffert
Schlagwörter: South Carolina, Vorwahl
Posted by nicholas on 20. Januar 2012 in
aktuelle Politik
Die USA sind wohl zum so ziemlich der einzige Staat auf dem gesamten Erdball, der es heute – nach dem Zerfall der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken Anfang der 1990er-Jahre, noch schafft, weit über die Grenzen des eigenen Kontinents hinaus, in so einer Art und Weise zu polarisieren, dass es einer tagtäglichen Berichterstattung in den internationalen Medien bedarf. Sie gelten als einzig verbliebene Supermacht, die aufgrund von Innovationen und Entwicklungen Einfluss auf sämtliche Nationen hat.
Sicher, die Vereinigten Staaten sind, dass kann man ihnen nicht absprechen, mit über 311 Millionen Einwohnern hinter China und Indien der drittbevölkerungsreichste und auch, gemessen an der Fläche, hinter Russland und Kanada der drittgrößte Staat der Erde, aber werden die Amerikaner ihrer Rolle unter rein soziopolitischen Aspekten überhaupt noch gerecht?
Als Anfang November 2008 der Wahlsieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama gegenüber seinem republikanischen Kontrahenten John McCain perfekt war, war ich wirklich so weit, zu glauben, die US-Amerikaner hätten aus ihren Fehlern gelernt.
Ein schwarzer Präsident, der sich selbst zum Ziel gesetzt hatte, die USA auf eine Art und Weise zu reformieren, wie es seit der „American Revolution“ von 1776 nicht mehr der Fall gewesen ist.
Damals hatte sich ein stolzes Volk von der britischen Krone freigesprochen, sich für unabhängig erklärt und unter dem ersten Präsidenten George Washington, den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt.
Die jüngste US-Geschichte jedoch lässt vielmehr die Frage offen, ob diese erfolgreiche Zukunft nicht gegenwärtig schon für beendet erklärt werden müsse, denn Präsidenten wie George Bush oder dessen Sohn George W. Bush hatten es geschafft, durch ihre Golfkriege, zahlreiche Ermordungen unschuldiger Zivilisten und katastrophale Wirtschaftspolitik das Vertrauen der Menschen außerhalb ihrer Nation auf den Nullpunkt sinken zu lassen.
Da kam er dann aber: Barack Obama! Ein ganzes Land versprühte Euphorie und den Glauben an eine bessere Zeit. Mit den Zielen den Irak-Krieg zu beenden, aus Afghanistan auszumarschieren und vor allem das Gefangenenlager Guantanamo Bay zu schließen, war er angetreten. Zudem setzte er sich für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen ein und wollte ein solidarisches Gesundheitssystem, ähnlich dem Deutschen einführen.
Leider jedoch scheinen die Amerikaner ein ungeduldiges Volk zu sein und schon kurze Zeit nach seinem Präsidentschaftsantritt kippte die demokratische Mehrheit im Kongress und es wurde ihm durch republikanische Mehrheitsverhältnisse verweigert, mehrere seiner Ankündigungen umzusetzen.
Ziehen wir ein Fazit:
Die Besatzung des Irak ist offiziell für beendet erklärt worden, die letzten Truppen der USA wurden Ende 2011 abgezogen und sogar al-Quida-Chef Osama bin-Laden wurde in Pakistan geschnappt – dennoch sind noch eine Menge US-Soldaten im Ausland, vorzugsweise Afghanistan stationiert.
Guanatamo Bay existiert noch und auch eine Gesundheitsreform scheint nicht realisierbar zu sein.
Alles in allem konnte Obama sein Kernwahlkampfziele also nur zu zwei Fünfteln umsetzen – dennoch glaube ich, dass er auch den Rest noch umsetzen kann, wenn ihm die Amerikaner die Chance dazu geben.
Aktuell – daran besteht kein Zweifel, ist der ihm zuerkannte Friedensnobelpreis 2009, den er als Vorschusslorbeeren erhalten hat, noch absolut gar nicht gerechtfertigt; aber, ich bin zuversichtlich, dass Amerika noch eine Chance hat, wenn man nicht gleich aus Frust oder Protest wieder den Fehler macht und den Erzkonservativen, wie Mitt Romney von den Republikanern einer ist, seine Stimme schenkt.
Romney nämlich ist es, der aktuell als Favorit der Republikaner gehandelt wird und Positionen vertritt, die meiner Auffassung nach eher in die Steinzeit, als in 21. Jahrhundert gehören, denn:
er ist gegen das Recht auf Abtreibung
gegen die eingetragene Lebenspartnerschaft von Homosexuellen (>>Homo-Ehe<<)
Befürworter des beendeten Irak-Krieges
und
sieht Europa „vor einem demografischen Desaster, als unvermeidliches Produkt eines geschwächten Glaubens an den Schöpfer, gescheiterten Familien, einer Missachtung der Heiligkeit des menschlichen Lebens und einer erodierten Moral“.
Romney selbst ist streng gläubiger Mormone – und dass der Glaube an das Buch Mormon – ohne das ich jemandem zu Nahe treten möchte, gänzlich schwachsinnig ist, muss niemandem erläutert werden, der sich ein wenig mit Theologie auseinandergesetzt hat.
Zudem sei dahingestellt, ob Romney denn überhaupt die Darwinsche Evolutionstheorie anerkennt, wenn er schon Mormone ist.
Soweit hierzu,
euer Nicholas Eiffert
Schlagwörter: Barack Obama, Mitt Romney, US-Wahlkampf 2012, USA
Posted by nicholas on 6. Januar 2012 in
Allgemein
Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,
mal wieder ist ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. Mit dem Jahreswechsel stehen nun auch die letzten 2 Wochen vor den Zeugniskonferenzen des ersten Semesters vor der Tür, d.h. noch einmal richtig Gas geben und einen guten Eindruck hinterlassen. Vielleicht lässt sich ja der ein oder andere Punkt bzw. die eine oder andere Note noch gut machen.
Liebe Grüße
Nicholas Eiffert,
Stellvertretender Jahrgangssprecher des Jahrgangs Q1
Schlagwörter: 2012, AES, Zeugnisse